Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft hat ihre Mitglieds-Kirchengemeinden in diesem Jahr zu einem besonderen Wettbewerb aufgerufen. Unter dem Motto: "Wir bringen die Bibel ins Gespräch" werden vier Bibel-Projekte mit einer Summe von insgesamt 2.000,-- € gefördert.
Die offizielle Ehrung der Kirchengemeinden findet am 31.10.2010 um 11.00 Uhr in einem Kantategottesdienst in der Stader St. Wilhadi-Kirche statt.
Am 28.05.2010 hat eine Jury der Stader Bibel- und Missionsgesellschaft aus den eingegangenen Projekten vier Projekte prämiert, die wir Ihnen hier gerne vorstellen möchten:
Die Summe von 1.000,-- Euro ging an die
Die ev.-luth. Kirchengemeinde Worpswede hat sich 2009 zu ihrem 250 jährigen Jubiläum "DAS BIBELPROJEKT" der Zionskirche vorgenommen: "Worpswede und seine Gäste schreiben und gestalten die Bibel". In der Zionskirche, in den Familien, in Schulen, bei Veranstaltungen und Ausstellungen wird eine komplette Bibelhandschrift gefertigt. Einzelne Teile der Bibelhandschrift werden von Gemeinden anderer Konfession beigetragen, wie der katholischen Nachbargemeinde.
Das ökumenische Projekt soll über die Region Worpswede hinaus wirken: Neben den touristischen Besuchern des Künstlerdorfes im Teufelsmoor bei Bremen, die aus ganz Deutschland und darüber hinaus kommen, werden auch prominente Personen aus Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kirchen gebeten, an der Worpsweder Bibelhandschrift mitzuwirken und Texte aus der Bibel abzuschreiben.
Die Künstler des Künstlerdorfes wurden aufgerufen, sich am Worpsweder Bibelprojekt zu beteiligen. Sie lassen sich von selbst ausgewählten Bibeltexten inspirieren und schaffen Bilder eigens für das Projekt. Später – nach Abschluss aller Schreibarbeiten – sollen die Bilder zu den entsprechenden Textstellen einsortiert werden. Bibelhandschrift und Bilder werden dann als Worpsweder Bibel kunsthandwerklich gebunden zu einem kostbaren Unikat.
Auf Vorschlag der Deutschen Bibelgesellschaft lud die Programmkommission des Ökumenischen Kirchentages das Worpsweder Bibelprojekt 2010 nach München ins Kongresszentrum ein. Der Ausstellung des Bibelprojektes auf dem 2. Ökumenischen Kirchentag in München sollen weitere Ausstellungen folgen. Anfragen unter bibelprojekt
oegnet.de.
Die Summe von 600,-- Euro ging an die
Projektbeschreibung: In dem kleinen Saal des DomGemeindeZentrums wird in Zusammenarbeit mit dem „Eine Welt Laden“ ein Domcafe eingerichtet. Im selben Raum entsteht eine Papier- und Druckwerkstatt in dem eine alte Gutenberg Druckerpresse steht mit der Buchdrucken wie zu Luthers Zeiten gezeigt wird. Jugendgruppen, Konfirmandengruppen, Schulklassen und Erwachsenengruppen können in Werkstatttagen Teile der Bibel drucken und so eine ganz persönliche Beziehung zu biblischen Geschichten erlangen.
Projektziele: Wir machen dieses Projekt um einen neuen und besonderen Zugang zur Bibel, zu biblischen Geschichten und zu der Kulturtechnik des Buchdruckes und Lesens zu ermöglichen. Die Teilnehmer der Werkstatttage kommen mit „Hand und Verstand“ mit der Bibel in Kontakt, die Aufnahme der Texte erfolgt nicht nur intellektuell sonder auch sinnlich.
Viele Kinder kommen in der Familie nicht oder kaum mehr mit Büchern in Kontakt. Unser Projekt soll das Interesse an gedruckten Texten wecken und eine praktische Übung zum Lese- und Textverständnis sein.
Im gleichen Raum entsteht im Ambiente der Werkstatt ein Cafébereich um Besucher- und Gemeindegruppen einen kommunikativen Treffpunkt anzubieten und eine Möglichkeit zum vertrauensvollen Gespräch zu schaffen.
Für die Domgemeinde erschließt sich ein neues Feld für ehrenamtliches Engagement, besonders auch für Männer mittleren Alters in der Werkstatt, welche z.Z. so gut wie nicht in Erscheinung treten.
Ziele:
- Menschen für die Bibel, biblischen Geschichten und christliche Kultur zu interessieren.
- Die Kommunikation in der Gemeinde zu verbessern.
Zum Erreichen dieser Ziele wollen wir eine Druckerpresse wie sie Gutenberg zum Drucken der Lutherbibel und anderen Schriften benutzt hat, nachbauen und mit traditionellem Bleisatzverfahren selber Texte drucken. Mit dieser Drucke sind dann auch künstlerische Druckverfahren wie Linoldruck möglich.
Die Summe von 200,-- € ging an die
Die Kirchengemeinde und die Grundschule Elm entwickelten gemeinsam das Projekt: „Pfad der Versöhnung“, ein etwa 2,5 Kilometer langes Wegstück mit 40 selbst erstellten Schildern zum Thema Gewaltverzicht. Pasto Gerd Heibutzki, Kirchenvorstand und Schulleitung hatten sich seit dem Sommer 2009 gemeinsam mit dem Thema beschäftigt.
„Die Schulleiterin der Grundschule Elm, Frau Köster stand dem Vorhaben sehr interessiert gegenüber und auch die Religionslehrerin der Grundschule Elm war gerne bereit, dieses Projekt mit allen Elmer Schulkindern in ihren Klassen durchzuführen. Vom Kirchenvorstand engagierte sich die KV-Vorsitzende Frau Meyer für diese Idee, “ berichtet Pastor Gerd Heibutzki über die Anfänge des gemeinsamen Vorhabens. Im November 2009 starteten die Vorbereitungen für die Erarbeitung der Themen. Die Durchführung begann dann im Januar mit den Konfirmanden der Kirchengemeinde, die sich mit Themen wie der Bergpredigt Jesu, der Passion oder dem Bekehrungserlebnis des Paulus auseinander setzten.
Hervorzuheben aus diesem Projekt ist, dass Kirche und Schule sich gemeinsam auf den Weg machen, um biblische Themen zu erarbeiten und zu veröffentlichen.
30 Bibeln der "Pioch-Kinderbibel" gingen an die
Unsere Arbeit mit Konfirmanden bezieht Eltern ein. Nach Möglichkeit sollen die Jungen und Mädchen in kleinen Gruppen in ihren Dörfern unterrichtet werden. Zunächst kommen die Kinder im Gemeindehaus in einer grossen Gruppe zusammen und der Ortspastor führt in das neue Thema ein und die beteiligten Eltern treffen sich zur Vorbereitung der nächsten Stunden. Dann schliessen sich weitere Treffen in Kleingruppen in den Dörfern mit Elternbeteiligung an. Alle Kinder sind herzlich zum Kindergottesdienst eingeladen.
Zu Beginn der Konfirmandenzeit bekommt jedes Kind eine Kinderbibel geschenkt. Die Stader Bibel- und Missionsgesellschaft unterstützt dieses Projekt mit 30 Kinderbibeln.