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Danke Sarah Kaiser

Am 31. März 2017 konnten etwa 150 Besucher ein stimmgewaltiges Konzert mit Sarah Kaiser genießen.

Die Sängerin verzauberte die Zuschauer mit den neuen Arrangements der alten Luthertexte. Sarah Kaiser präsentierte eindrucksvolle Lieder des Reformatoren Martin Luthers, die in neuer komposition aufhorchen ließen.

Der Charme und die Autensität der Sängerin begeisterten das Publikum.

Wir sagen von Herzen DANKE

Konzert mit Sarah Kaiser

 

Konzert mit Sarah Kaiser und Band in der Markus-Kirche in Stade

Choräle der Reformationszeit in Jazz-Arrangements

Freitag, 31. März 2017, 20.00 Uhr

 

<tt>Stade/Elbe-Weser-Raum. Sarah Kaiser begeistert seit über 15 Jahren mit ihren Neubearbeitungen klassischer Kirchenlieder. Mit ihren lebendigen Arrangements altbekannter Gesangsbuchschätze, holt sie die alten Texte und Melodien aus der Vertrautheit des Gehörten und lässt ihr Publikum buchstäblich aufhorchen.
</tt>

<tt> Anlässlich des Reformationsjubiläums ist die gebürtige Berlinerin nun mit einem neuen Konzertprogramm zu erleben. Eine Klangreise durch die Reformation, von Luther über Paul Gerhardt bis in die Gegenwart. Musik zwischen Jazz, Soul und kammermusikalischem Pop. Persönliche Moderationen mit geschichtlichem Hintergrund zu den Liedern und ihrem Bezug zur heutigen Zeit und zu Sarah Kaisers Leben runden das Programm ab. Ein Musikabend, der Reformation auch für junge Generationen erlebbar macht.
</tt>

<tt>Gemeinsam mit ihrer Band beweist Sarah Kaiser Band dabei ein wunderbares Gespür für druckvolle und sensible Töne und löst überzeugend und nachhaltig das Versprechen ein - Musik muss ins Herz und in die Beine gehen.</tt>

Sarah Kaiser und ihrer Band ist wichtig, musikalisch moderne, qualitativ hochwertige Musik zu machen und diese mit inhaltlichem Tiefgang zu verbinden.

 

Eintrittskarten: 15.- Euro / erm. 9.- Euro  (Schüler und Studenten)

Der Vorverkauf hat in der Christlichen Buchhandlung, Cosmaekirchhof 3, 21682 Stade begonnen.

Tel. 0 41 41 - 8 40 03, Fax 04141 - 541 993   

Email: infostader-bibelgesellschaft.de

 Karten auch an der Abendkasse (ab 19.00 Uhr).

Weitere Informationen unter www.stader-bibelgesellschaft.de und www.sarahkaiser.de

 

 

Lutherbibel 2017

Lutherbibel 2017 - Was ist neu?

Auf der Suche nach einer Übersetzung, die einerseits wissenschaftlich präzise und andererseits sprachlich treffend ist, hat Martin Luther selbst seine Bibelübersetzung immer wieder geprüft und überarbeitet. Auf eine sich verändernde Sprache Rücksicht zu nehmen und den Text immer wieder am aktuellen Stand der Forschung auszurichten, entspricht also den ureigenen Übersetzungsprinzipien des Reformators.

 Auch die revidierte Lutherbibel 2017 als die vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland empfohlene Bibelübersetzung folgt diesem Grundsatz. Alle biblischen Texte einschließlich der Apokryphen wurden umfassend geprüft und, wenn nötig, überarbeitet.

 Die Änderungen am Text folgten dabei drei grundlegenden Kriterien:

 1. Genauigkeit

 Die Treue gegenüber dem Ausgangstext ist das zentrale Anliegen der Revision. So wurde die gesamte Bibel anhand der hebräischen und griechischen Urtexte überprüft. Nicht zuletzt die Funde von Qumran haben im 20. Jahrhundert die Erkenntnisse der biblischen Textforschung erheblich vorangebracht. Häufig lässt sich heute die Überlieferung eines Textes mit größerer Exaktheit bestimmen. An anderen Stellen wiederum haben neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu Fortschritten in der Textauslegung geführt.

 2. Verständlichkeit

 Sprache unterliegt einer ständigen Entwicklung. So haben im Lauf der letzten Jahrzehnte einzelne Begriffe ihre Bedeutung gewandelt oder sind aus dem allgemeinen Wortschatz verschwunden. Missverständliche und unverständliche Begriffe der 84er Fassung wurden für die Lutherbibel 2017 behutsam angepasst.

 3. Luthersprache

Nach den Versuchen im 20. Jahrhundert, die Bibel nach Martin Luther zu modernisieren, ist es ein Anliegen der Revision 2017, das Profil Lutherbibel wieder zu schärfen. Im Verlauf der letzten Überarbeitungen wurden vielfach ohne inhaltliche Notwendigkeit sprachliche Modernisierungen vorgenommen, die die kernige Sprache des Reformators verstellen.

 4. Ergänzung

 Neben den eigentlichen Bibeltexten wurden auch sämtliche Begleittexte und Informationen gründlich überprüft und überarbeitet. Dazu gehören die verschiedenen Zwischenüberschriften, die Sacherklärungen, Landkarten und angegebenen Parallelstellen.

 Textbeispiele finden Sie unter https://www.dbg.de/navi/themen/lutherbibel-2017/lutherbibel-2017-was-ist-neu.html

Lutherbibel 2017 in Zahlen

Welches Maß an Veränderungen die neue Lutherbibel gegenüber der Fassung von 1984 aufweist, zeigt ein Blick in die Statistik: Von den rund 31 000 Versen des Alten und Neuen Testaments haben rund 12 000 Verse, also knapp 40 Prozent, eine Änderung erfahren. Bei den Apokryphen waren es mit rund 3 700 von 4 400 Versen sogar über 80 Prozent. Insgesamt weist die Lutherbibel 2017 also fast 16 000 (44 Prozent) Verse auf, die von der bisherigen Ausgabe abweichen.

 Die Intensität dieser Veränderungen ist allerdings sehr unterschiedlich: Von geringfügen Anpassungen in der Zeichensetzung über den Austausch einzelner Wörter bis hin zur vollständigen Neuübersetzung einzelner Verse reicht die Bandbreite der Bearbeitungen.

 Präzisieren lassen sich diese Angaben durch einen Vergleich des Wortbestands zwischen der 1984er und der 2017er Fassung. Dabei wird deutlich, dass trotz der hohen Zahl veränderter Verse im Durchschnitt nur rund zehn Prozent der Wörter abgeändert wurden. Aufgrund der massiven Überarbeitung der Apokryphen liegt der Wert für Neues und Altes Testament allein sogar bei nur fünf Prozent.

 Darüber hinaus ist festzuhalten, dass es sich bei rund einem Drittel der Änderungen um Korrekturen früherer Revisionen handelt. In vielen Fällen erfolgt dabei eine „Rückrevision“ zur Fassung von 1545, die nicht nur der Sprache Martin Luthers authentisch wiedergibt, sondern oftmals auch philologisch exakter ist als die letzten Revisionen.

 Die Zahlen sind ein Beleg dafür, dass Eingriffe in den Text behutsam und in den meisten Fällen nur punktuell durchgeführt wurden. Die Tatsache, dass sich in fast der Hälfte aller Verse kleine bis größere Änderungen finden zeigt aber auch, wie umfassend und gründlich die Bearbeiterinnen und Bearbeiter vorgegangen sind.

 Bei all diesen Angaben handelt es sich um Durchschnittswerte. Menge und Intensität der Änderungen variieren nicht nur zwischen den Bibelteilen – Altes Testament, Neues Testament und Apokryphen –, sondern auch zwischen einzelnen biblischen Büchern und Kapiteln.

Was ist NEU an der neuen Lutherbibel

 

 

 

Die Revision der Lutherbibel 2017 erfolgte in sechs Verfahrensschritten. An der eigentlichen Überarbeitung waren insgesamt 70 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in drei Ebenen beteiligt. In einem ersten Schritt erarbeiteten rund 50 Einzelbearbeiterinnen und -bearbeiter Änderungsvorschläge und geben diese in einem zweiten Schritt in Arbeitsgruppen weiter. Diese Fachgruppen – unterteilt nach Altem Testament, Apokryphen und Neuem Testament – bestehen wiederum aus Experten der jeweiligen Disziplin und diskutieren, ob ein Vorschlag weiterverfolgt wird. Dazu bedarf es einer 2/3-Mehrheit innerhalb der jeweiligen Gruppe.

 

Im Falle eines positiven Beschlusses wird der Änderungsvorschlag an das oberste redaktionelle Gremium, den „Lenkungsausschuss zur Durchsicht der Lutherbibel“, weitergegeben. Bestehend aus Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), den Koordinatoren der einzelnen Fachgruppen sowie weiteren Experten, die abschließend über die Annahme des Vorschlags diskutieren und gegebenenfalls abstimmen.

 

Daraufhin wird der beschlossene Text noch einmal den Einzelbearbeiterinnen und -bearbeitern zur Ansicht vorgelegt. Sie verfügen an dieser Stelle über ein Remonstrationsrecht, das heißt, sie dürfen an einzelnen, wichtigen Stellen noch einmal ihre Position und Argumente dafür einbringen. Die abschließende Entscheidung obliegt dennoch dem Lenkungsausschuss.

 

Nach der endgültigen Feststellung des Textes wird dieser in einem letzten Schritt dem Rat der EKD vorgelegt, der die Annahme der Lutherbibel 2017 beschließt.

 

»… und hätte der Liebe nicht«

Passend zum Jubiläum »500 Jahre Reformation « ist auch die vierte kirchenamtliche Revision der Lutherbibel fertiggestellt worden. Im Unterschied zu der vorhergehenden Revision, die sich alles in allem über einen Zeitraum von mehr als fünfzig Jahren hingezogen hat (von 1928 bis 1984), hat es dieses Mal »nur« zehn Jahre vom ersten Anstoß bis zum Erscheinen des neu revidierten Textes gedauert. In dieser kleinen Broschüre sind Beiträge zusammengestellt, die über die Revision 2017 informieren.

Ausführliche Hintergrundinfos zum „Making of “ und Leseproben aus der neu revidierten Lutherbibel 2017:

Landesbischof i. R. Prof. Dr. Christoph Kähler, der Vorsitzende des von der Evangelischen Kirche in Deutschland eingesetzten Lenkungsausschusses, berichtet über die inhaltliche Seite der Revision, deren besondere Herausforderung darin bestand, die Treue gegenüber dem hebräischen bzw. griechischen Ausgangstext, die Treue gegenüber dem Sprachkunstwerk Lutherbibel und die Anforderungen des praktischen Gebrauchs der Übersetzung in der Gemeinde miteinander ins Gleichgewicht zu bringen.

Cornelia Feyll und Friedrich Forssman, die zu den renommiertesten Buchgestaltern Deutschlands gehören, geben Einblick in ihre Werkstatt für Typografie und Buchgestaltung, die bei dem speziellen Buchtypus »Bibel« ebenfalls besondere Herausforderungen zu meistern hat – von der Auswahl der Schrift, die gleichermaßen gut lesbar und platzsparend sein muss, bis hin zur Entwicklung einer Wort-Bild-Marke, in der die Wörter »Die Bibel« und die Lutherrose harmonisch zusammenkommen.

Sven Bigl, bei der Deutschen Bibelgesellschaft zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit zur neu revidierten Lutherbibel, stellt die aktuelle Revision in den Kontext der Revisionsgeschichte der Lutherbibel. Ihr Anfang liegt schon in der Reformationszeit, denn für Luther und seine Wittenberger Mitstreiter war die Bibelübersetzung bis zuletzt »work in progress« und erfuhr ständige Verbesserungen. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts ist die Lutherbibel dann insgesamt viermal revidiert worden, wobei es im letzten Jahrhundert zwischen »Modernisierern« und »Bewahrern« des Textes zum Teil hoch herging.

Leseproben des neuen Textes erlauben es schließlich, sich selbst einen Eindruck von der Revision 2017 zu verschaffen, da die Veränderungen für den Abdruck in dieser Broschüre markiert und erläutert werden. »… und hätte der Liebe nicht« – dieser Satz aus dem Hohenlied der Liebe in 1. Korinther 13, der als Titel für die Broschüre gewählt wurde, steht programmatisch für einen charakteristischen Aspekt der aktuellen Revision. Die »Modernisierer« hatten für die Ausgabe 1975 aus dem Genitiv einen Akkusativ gemacht »… hätte die Liebe nicht« und so war es seither geblieben. Sehr viele Menschen, die mit dem Luthertext vertraut sind, haben aber die alte Formulierung im Kopf, für die es auch inhaltlich gute Gründe gibt – nachzulesen im Beitrag von Prof. Kähler.

 

Quelle: Deutsche Bibelgesellschaft

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